Räumung des Dschungels – Viel zu spät und jetzt vor allem Wahlkampftaktik

„Der Staat war praktisch nicht präsent, ein rechtliches Niemandsland: Erst, nachdem Hilfsorganisationen vor Gericht zogen, um die „Herstellung menschenwürdiger Zustände“ einzuklagen, besserte sich die Lage – etwas. 14 Jahre lang konnte das Elendslager existieren: Ein Armutszeugnis nicht nur für Frankreich, auch für Großbritannien, das sich in Totalverweigerung hinter Mauern verschanzt sowie für die gesamte Europäische Union, die weder in der Lage ist, eine gemeinsame Flüchtlingspolitik zu entwerfen noch dazu, die Flüchtlinge, die da sind, auf ihre Mitgliedsländer zu verteilen.“

In seinem Kommentar für den Deutschlandfunk, erkennt Jürgen König die vollbrachte Leistung der Behörden und Helfer bei der Räumungsaktion in Calais an. Es ist aber ein Schritt, der viel zu spät kommt und jetzt vor allem dem Wahlkampf Hollandes dienen soll. Dabei sei das Problem nicht gelöst, sondern, so König, nur der Anfang der zukünftigen Einwanderungsentwicklung. Lesen Sie den Artikel von Deutschlandfunk.